Aktuelles

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HERBSTZEIT – LOS!

„Das ganze Unglück der Menschen“, schrieb Blaise Pascal, „rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.“ Pascal, ein gewiss verdienter Mathematiker und Philosoph des 17. Jahrhunderts, nahm seinen eigenen, pardon, Blödsinn so ernst, dass nicht er, sondern sein Schwager in den Genuss einer Besteigung des Puy de Dôme kam, um dort die Veränderung des Luftdrucks in der ... weiterlesen  

Stau im Paradies

Dies ist ein Plädoyer, alpinen Touren nicht durch Sanierung ihren Charakter zu rauben. Dies ist aber auch eine Hommage an das Plaisirklettern. Wie geht das zusammen? Lest selbst. Im Sommer 2013 war das Zinalrothorn als krönender Abschluss einer Walliswoche geplant. Doch die Wettergötter legten ihr Veto ein. Meine Tourenpartnerin Irmgard und ich planten im Juli 2014 wiederzukommen um endlich den Rothorngrat zu klettern. Das Datum rückt näher, die Wetterberichte bessern sich, die Webcams zeigen, dass es sehr viel geschneit hat aber auch, dass der Schnee schmilzt. Die Hüttenwirtin der Rothornhütte sagt mir am Telefon, dass dieses Jahr wegen den schlechten…

WIR SIND ZU VERNÜNFTIG

Es muss so sein. Denn das meiste, was Outdoor-Hersteller uns vor-setzen, soll einfach nur funktionieren: Funktions­wäsche, Funktionsjacken, demnächst sicher auch Funktionsmützen. Alles sehr funktionell, aber wo sind die Produkte zum Träumen?

Reisebericht Transsibirische Eisenbahn Teil 1

Russland Unsere Reise beginnt in Berlin, am Hauptbahnhof, um genau zu sein. Um 7.13 Uhr fährt unser erster Zug: das erste Ziel ist Moskau. Wir werden sechs Wochen unterwegs sein und fahren mit der transmongolischen Eisenbahn von Moskau bis nach Peking, mit unterschiedlichen Zwischenhalten auf der Strecke. Gespannt stehen wir am Bahnsteig, als der „Euronight“ einfährt. Wir steigen ein und schon sind wir in einer anderen Welt! Die Zugbegleiter sprechen kein Englisch, nur Russisch oder Polnisch, doch unser Russisch reicht gerade mal für „Guten Tag, ich heiße Svea“ und „Danke“. Nicht mal unsere Zwischenhalte auf der Strecke können wir entziffern.…

Reisebericht: Rheinradweg Teil 4

Rheinradweg, Teil 4: Kehl – Karlsruhe und weiter nach Worms Der Montag in Kehl beginnt entspannt. Vor mir liegt nur eine relativ kurze Strecke von ca. 90 Kilometern, die mich am heutigen Tag bis nach Karlsruhe führen soll. Ich packe meine Sachen ein, stelle sie an der Reception des Campingplatzes unter und fahre, während mein Zelt noch in der Morgensonne trocknen kann, mit dem Fahrrad über die Rheinbrücke nach Straßburg. Wenn ich mit dem Fahrrad tagsüber unterwegs bin, gönne ich mir kaum den Luxus des längeren Sightseeings. Heute morgen sollte dafür einmal Zeit sein. Doch in den Ausläufern von Straßburg…

Wandern in der Sächsischen Schweiz

Was macht man, wenn der Wetterbericht fürs verlängerte Wochenende für komplett Deutschland Regen voraussagt? Man sucht sich den einzigen Flecken in Deutschland, für den die Regenprognose nicht bei 100% liegt! Umso schöner wenn dieser Fleck die Sächsische Schweiz mit ihren atemberaubenden Sandstein Formationen ist. Eins war uns von vornherein klar, unsere Klettersachen brauchen wir nicht einzupacken. Auch wenn das Wetter sich von seiner besten Seite zeigen sollte, wäre es viel zu nass, um im Sandstein zu klettern. Unsere Stimmung konnte uns das allerdings in keinster Weise vermiesen, denn das Elbsandstein ist nicht ohne Grund eines der beliebtesten Wandergebiete Deutschlands. So…

Reisebericht: Rheinradweg Teil 3

Der Rheinradweg, Tag 4 und 5: Von Wiechs am Randen bis Kehl [caption id="attachment_786" align="alignright" width="300"] Schaffhausen[/caption] Der nächste Tag beginnt wieder mit Sonnenschein und einem Ausblick auf die Alpakaweide der Rabenscheune. In der Nacht hatte ich von meinem Quartier aus die Alpakas öfters als Schemen gesehen, jetzt halten sie sich aber leider im Stall auf. Schon bald breche ich auf. Gemütlich rolle ich zurück ins Tal, überquere abermals die Grenze zur Schweiz und komme schließlich in Schaffhausen an. Ich nehme einige Vorräte auf und wechsle auf das südliche Rheinufer zurück. Im Nachhinein ist dies ein Fehler gewesen. Denn als ich…

Reisebericht: Rheinradweg Teil 2

[caption id="attachment_727" align="alignleft" width="300"] Blick vom Campingplatz[/caption] Der Rheinradweg, Tag 2 und 3: von Chur über Arbon nach Wiechs am Randen. Der zweite Tag beginnt so, wie der Erste geendet hat: es regnet. Zum Glück ist es zu Beginn nur ein leichter Regen, der mich nicht daran hindert, die Felswand auf der anderen Rheinseite zu sehen. In Regenklamotten schwinge ich mich aufs Fahrrad und biege vom Rhein ab, um noch eine kurze Tour durch Chur zu unternehmen. Mir wurde von der schönen Altstadt vorgeschwärmt. Schmale, [caption id="attachment_732" align="alignright" width="300"] Weinberge mit Rheintal bei Malans[/caption] verwinkelte Gassen, kleine Häuser mit Erkern…

Reisebericht: Rheinradweg Teil 1

Der Rheinradweg – Von 2000 auf 0 Höhenmeter in 13 Tagen Vor 5 Jahren schlug mein Vater (damals knapp 70 Jahre alt) vor, dass seine Söhne und er doch einmal den Emsradweg mit dem Fahrrad fahren sollten. Es war eine schöne Radtour – die mich nach fast 20 Jahren Radtour-Abstinenz wieder dazu bewegt hat, regelmäßig mit dem Rad „Tourenkilometer zu reißen“. Schon während des Emsradwegs stand meine Traumstrecke fest – der Rheinradweg. Dieses Jahr passte es zeitlich, und so sitze ich eines Morgens mit dem voll bepackten Fahrrad im Zug nach Andermatt in der Schweiz. Dort, auf 1400 m Höhe,…